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Blumenerde: Test, Vergleich und Kaufratgeber

Gartenschaufel mit Blumenerde
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Egal ob Anfänger oder Profi-Gärtner, ob Topfpflanze im Wohnzimmer oder Gartenpflanze im Beet – Blumenerde ist die Grundlage für gutes und gesundes Wachstum und das bestmögliche Gedeihen aller Arten von Pflanzen. Dabei ist es ausgesprochen hilfreich zu wissen, wie Blumenerde – oder auch Pflanzensubstrat genannt, aufgebaut ist und was sie für die Pflanzen leisten kann. Um Dir beim Wählen der richtigen Blumenerde unter die Arme zu greifen, haben wir in diesem Beitrag die wichtigsten Kaufkriterien für Pflanzensubstrate gesammelt und widmen uns außerdem aktuellen Blumenerde Tests.

Unsere Favoriten

Beste Universalblumenerde: Compo Sana Qualitäts-Blumenerde*
“Zeichnet sich aus durch idealen Nährstoffgehalt und vielfältige Einsetzbarkeit für viele Pflanzenarten drinnen und draußen.”

Beste Blumenerde für Topfpflanzen: Seramis Leichte Blumenerde*
“Gewichtsreduzierte Topferde für einfachen Transport und leichte Handhabung.”

Beste torffreie Blumenerde: Compo Bio Universal-Erde*
“Vielfältige Universalerde mit hoher Qualität und ohne Torf.”

Beste Erde zum Anzüchten: Plantura Bio Aussaat- & Kräutererde*
“Die ideale Zusammensetzung von Erde für das Anzüchten von Jungpflanzen und Keimlingen.”

Beste Erde für den Garten: Floragard Aktiv Garten-Pflanzenerde*
“Eine vielseitig einsetzbare Pflanzenerde für den Außenbereich, die bestens geeignet für diverse Gartenpflanzen ist.”

Beste Bio-Blumenerde: Plantura Bio Universalerde*
“Universal einsetzbare, natürliche Bio-Erde, nachhaltig und umweltfreundlich in Herstellung und Anwendung.”

Das Wichtigste in Kürze

  • Blumenerde ist überall einsetzbar. Sie ist optimal geeignet für Topfpflanzen, Zimmerpflanzen, Balkonpflanzen und für den Garten.
  • Universalblumenerde ist sehr vielseitig und ein wahrer Allrounder unter den Substraten. Sie ist perfekt ausgestattet um alle Arten von Pflanzen ausreichend mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen und sie richtig gedeihen zu lassen.
  • Spezialblumenerden wie zum Beispiel Rosenerde oder Moorbeeterde lohnen sich für Dich, wenn Du sie für den spezifischen Pflanzentyp, auf den sie zugeschnitten sind, einsetzt. Ansonsten ist herkömmliche Blumenerde die beste Wahl für Deine Pflanzen und allgemeine Gartenarbeiten.
  • Torf ist gut für Pflanzen, aber schlecht für die Umwelt und das Klima. Wenn Dir Nachhaltigkeit beim Gärtnern am Herzen liegt, solltest Du, wenn möglich eher zu torffreien oder torfreduzierten Erden greifen.

Die besten Blumenerden: Favoriten der Redaktion

Es gibt unzählige Blumenerden von mindestens genauso vielen Herstellern – aber welche ist die Richtige für mich und meine Pflanzen? Um Dir bei dieser Frage zu helfen sind hier unsere Blumenerde-Favoriten für verschiedene Gebräuche.

Beste Universalblumenerde: Qualitäts-Blumenerde von Compo Sana

Was uns gefällt:

  • ist als Universalerde sehr gut überall und für alle Arten von Pflanzen einsetzbar
  • enthält Langzeitdünger der Pflanzen sofort und bis zu 3 Monate lang düngt
  • ist gebrauchsfertig und kann direkt verarbeitet werden
  • nimmt Wasser sehr schnell und sehr gut auf
  • beinhaltet “Atmungsflocken” die die Pflanzen in der Erde ausgezeichnet mit Sauerstoff versorgen
  • fördert das Wachstum von Pflanzen und Wurzeln sehr gut
Was uns nicht gefällt:

  • in Innenräumen neigt diese Erde gelegentlich dazu, Schimmel zu bilden
  • kann lästige Trauermückenlarven enthalten

Redaktionelle Einschätzung

Die Universalblumenerde von Compo Sana ist vielseitig einsetzbar und eignet sich gut sowohl für Zimmerpflanzen, als auch für den Einsatz im Garten und auf dem Balkon, und ist bis auf den Winter über das ganze Jahr verwendbar. Sie ist außerdem in vielen verschiedenen Mengeneinheiten zwischen 5 und 70 Litern erhältlich und kann deshalb nach individuellem Bedarf gekauft werden.

Diese Erde ist sehr unkompliziert – sie ist gebrauchsfertig und kann sofort nach dem Kauf benutzt werden ohne, dass ihr noch etwas zugemischt werden muss und kann für fast alle möglichen Arten von Pflanzen verwendet werden. Sie ist außerdem mit einem Langzeitdünger versetzt, der nach dem Einpflanzen für bis zu ungefähr 12 Wochen hält. Für gute Luftzufuhr und eine gute Struktur in der Erde sorgen beigemischte Perlite, und die Erde nimmt Wasser hervorragend in sich auf.

Da dieses Substrat sehr nährstoffreich ist, fühlen sich die meisten Pflanzen darin sehr wohl, es ist aber ungeeignet für das Aussäen oder Anzüchten von Jungpflanzen, da diese eine nährstoffreiche Erde nicht vertragen.

Bei Zimmerpflanzen kann die Blumenerde gelegentlich zu feucht werden und unter Umständen Schimmel bilden. Es lohnt sich hier also vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und Beispielsweise eine Topf-Drainage zu benutzen. Auch gegen Trauermücken sollte man bei Nutzung dieser Erde für Zimmerpflanzen sicherheitshalber mit beispielsweise Gelbtafeln gewappnet sein.

Beste Blumenerde für Topfpflanzen: Leichte Blumenerde von Seramis

Was uns gefällt:

  • die Erde ist gewichtsreduziert und deshalb einfach zu nutzen und zu transportieren
  • ideal geeignet für Wohnungspflanzen, sowohl Zimmer- als auch Balkonpflanzen
  • enthält keinen dem Klima schädigenden Torf
  • speichert Wasser sehr gut und muss nicht häufig gegossen werden
  • braucht in den ersten drei Monaten der Benutzung keinen Dünger
Was uns nicht gefällt:

  • die Erde ist nicht sehr vielfältig – auf Grün- und Blühpflanzen zugeschnitten

Redaktionelle Einschätzung

Die Blumenerde von Seramis ist 50 Prozent leichter als andere Erden bei demselben Volumen und erhältlich in einer 12,5 Liter Variante. Das macht sie um einiges praktischer als andere Erden in der Handhabung – das verringerte Gewicht erleichtert den Transport, die Handhabung beim Ein- und Umpflanzen und die Aufbewahrung, da die gleichzeitig auch kompakter verpackt ist. Sie kann so vor allem für Stadtgärtner sehr vorteilhaft sein.

Die Erde kann direkt verwendet werden und enthält genug Nährstoffe, um die Pflanzen für ungefähr 3 Monate nach dem Einpflanzen optimal zu versorgen. Sie hat eine sehr gute Wasseraufnahme- und Speicherfähigkeit, weshalb sie weniger häufig als andere Erden gegossen werden muss.

Die leichte Erde eignet sich ausgezeichnet für die meisten Topfpflanzen und ist dabei perfekt abgestimmt auf Grün- und Blühpflanzen. Durch diese Beschaffenheit ist sie allerdings eher ungeeignet für andere Verwendung, wie zum Beispiel in Beeten oder zum Anzüchten.

Beste torffreie Blumenerde: Universal-Erde von Compo Bio

Was uns gefällt:

  • enthält keinen Torf und ist damit sehr Umwelt- und klimafreundlich
  • ist sehr leicht und deshalb einfach zu benutzen
  • sowohl Innen und Außen und für viele Pflanzentypen einsetzbar
  • hat nur natürliche Inhalte
  • sehr vielfältig im Gebrauch

Was uns nicht gefällt:

  • enthält keine Wachstumsförderer
  • keine Inhalte die helfen den Sauerstoff in der Erde zu regulieren

Redaktionelle Einschätzung

Als torffreies Bioprodukt ist diese Universalerde von Compo Bio hervorragend geeignet für umweltbewusste Gärtner. Sie hat dieselben Vorteile wie andere Universalerden, wie Vielseitigkeit im Einsatz und Gebrauch und Eignung für eine große Bandbreite an Pflanzentypen und ist zusätzlich auch noch schonender für die Umwelt und das Klima. Es ist erhältlich in verschiedenen Mengen-Ausführungen zwischen 7,5 und 40 Litern.

Das Substrat enthält nur natürliche Stoffe und Seevogel Guano als Düngemittel, der für gutes und gesundes Wachstum sorgt, wenn auch nicht über einen langen Zeitraum. Die in ihm enthaltenen Nährstoffe und Dünger versorgen die Pflanzen gut, aber nach dem Einpflanzen nur für ungefähr zwei bis drei Wochen. Da das Substrat keine Zusatzstoffe enthält, die den Sauerstoffgehalt der Erde regulieren, sollte bei Bedarf der Erde Perlite oder andere Erd-Auflockerer beigemischt werden.

Da Torf durch weniger gut wasseraufnehmende Stoffe ersetzt wird, ist bei dieser Erde außerdem zu beachten, dass sie gegebenenfalls häufiger gegossen werden muss.

Beste Erde zum Anzüchten: Bio Kräuter- & Aussaaterde von Plantura

Was uns gefällt:

  • ideal geeignet zum Anzüchten und für Pflanzen im Frühstadium
  • auch gut für das Pflanzen und Anziehen von Kräutern geeignet
  • hat Bio-Qualität und ist deshalb sehr umweltfreundlich
  • keine Inhaltsstoffe die Haustieren schaden könnten
  • keine tierischen oder synthethische Inhaltsstoffe

Was uns nicht gefällt:

  • eher für Außennutzung geeignet
  • kann geruchsintensiv sein

Redaktionelle Einschätzung

Diese Kräuter- und Aussaaterde ist perfekt geeignet zum Anzüchten, Aussäen und Pikieren von allen Arten von Pflanzen und auf die spezifischen Bedürfnisse von Keimlingen, Jungpflanzen und verschiedenen Kräutern angepasst. Sie ist ideal aufgebaut um Jungpflanzen und Keimlinge zu stärken und sie zu unterstützen.

Die Erde  hat eine feine und lockere Erdstruktur, die gut für Keimlinge ist, ist nährstoffarm und keimfrei. Das ist für diese Art von Erde sehr wichtig, da junge Pflanzen mit zu vielen Nährstoffen noch nicht umgehen können.

Außerdem hierbei wichtig zu beachten ist, dass Anzuchtsubstrat bei Pflanzen, die keine Kräuter sind auch nur und ausschließlich zum Anzüchten geeignet ist. Sobald die Pflanzen groß genug und über das Jungpflanzenstadium hinaus gewachsen sind, sollten sie in eine nährstoffhaltigere Erde umgepflanzt werden.

Im Innenbereich kann Erde häufig zu feucht werden, was in manchen Fällen Schimmelbildung und Trauermückenbefall auslösen kann und wovon die Plantura Kräuter und Aussaaterde nicht ausgenommen ist.  Da die Erde auch einen starken Eigengeruch haben kann, den viele als unangenehm empfinden könnten, ist sie nichts für empfindliche Nasen. Deshalb eignet sich diese Erde gegebenenfalls besser für die Nutzung im Außenbereich im Garten oder auf dem Balkon, wo diese Eigenschaften nicht unbedingt greifen.

Beste Erde für den Garten: Aktiv Garten-Pflanzenerde von Floragard

Was uns gefällt:

  • bestens geeinget für Nutzung im Außenbereich
  • im Garten sehr vielseitig: ideal für verschiedene Gartenpflanzen und Beete
  • schont die Umwelt ein wenig weil sie torfreduziert ist
  • hat einen beigemischten Langzeitdünger der ungefähr 6 Wochen hält
  • Inhaltsstoffe fördern aktives Bodenleben im Garten
Was uns nicht gefällt:

  • auschließlich für Garten und Außennutzung geeignet

Redaktionelle Einschätzung

Die Floragard Aktiv Garten- und Pflanzenerde ist erstklassig zugeschnitten auf Nutzung für den Garten. Sie ist abgestimmt auf die Bedürfnisse von diversen Gartenpflanzen wie Stauden, Sträuchern, Gehölzen und Hecken, sowie auf Pflanzen im Gartenbeet. Somit ist sie ein Allround-Talent für den kompletten Garten und unterstützt alle Gartenpflanzen in ihrem Wachstum.

Die Erde ist erhältlich als 50 Liter-Sack – eine Menge, die sich bei der Nutzung für den Garten schnell lohnen kann. Sie hat einen beigemischten organischen Nährstoffvorrat der Pflanzen über einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen kontinuierlich und ausreichend mit Dünger versorgt und die Pflanzen pflegt.

Für die Arbeit mit dieser Erde im Garten werden, falls nicht vorhanden, eventuell noch zusätzliche Werkzeuge wie zum Beispiel eine Grabegabel benötigt, um den Umgang mit der Erde zu erleichtern.

Das Substrat ist eher weniger gut geeignet für Kübel- und Topfpflanzen, auch wenn diese im Garten oder Außenbereich gestellt werden. Die Floragard Erde ist sehr gut, aber dafür auch sehr eng zugeschnitten auf Beete und verschiedene Gartenpflanzen wie Stauden und Gehölze. Auch für Zimmerpflanzen ist diese Erde deshalb nicht geeignet.

Um die Umwelt ein wenig zu schonen, enthält die Erde weniger Torf und ersetzt diesen durch regional gewonnene, nachwachsende Rohstoffe, was ein kleines Plus für umweltbewusste Gärtner sein kann.

Beste Bio-Blumenerde: Bio Universalerde von Plantura

Was uns gefällt:

  • Erde ist komplett torffrei
  • wird nachhaltig in Deutschland hergestellt
  • hat eine umweltfreundliche, recyclebare Verpackung
  • hat rein natürliche Inhaltsstoffe
  • vielfältig einsetzbar und für alle Arten von Pflanzen geeignet
  • keine tierischen Inhalte und unbedenklich für Haustiere und Bienen

Was uns nicht gefällt:

  • bei Nutzung für Zimmerpflanzen können ohne zustäzliche Vorbeugung Trauermückenlarven zum Problem werden

Redaktionelle Einschätzung

Die Bio Universalerde von Plantura ist nachhaltig und umweltfreundlich auf vielen Ebenen. Sie ist komplett torffrei und schont somit die Umwelt, da der Abbau von Torf sehr Umwelt und Klima schädigend ist. Sie wird außerdem nachhaltig aus nachwachsenden Rohstoffen und regional hergestellt, und hat nur rein natürlich Inhaltsstoffe.

Zusätzlich dazu ist die Plantura Erde auch eine Universalerde, ist also für viele verschiedene Pflanzenarten geeignet und kann problemlos für Pflanzen in der Wohnung, auf dem Balkon und im Garten verwendet werden. Sie unterstützt Pflanzen in allen Bereichen beim Gedeihen und sorgt für ein gesundes Wachstum und Bodenleben.

Zu beachten ist allerdings, dass Erden in manchen Fällen Trauermückenlarven mitenthalten können, die in Innenräumen sehr lästig werden können. Deshalb sollte man beim Gebrauch der Plantura Bio-Erde für Zimmerpflanzen in Betracht ziehen, diesem potenziellen Problem mithilfe von Trauermücken Neem im Gießwasser oder Gelbtafeln vorzubeugen.

Die Plantura Erde ist auch ideal für Tierfreunde, da sie keinerlei tierischen Inhalte hat und auch keine Stoffe beinhaltet, die Haustieren oder Gartentieren wie zum Beispiel Bienen schaden können.

Kaufratgeber für Blumenerde

Bei der Menge an Blumenerden mit verschiedenen Inhaltsstoffen, Typen und Eigenschaften, die es gibt, kann man schnell den Überblick darüber verlieren, welche Blumenerde eine gute Qualität hat und welche Deine Pflanzen am besten beim Wachsen und Gedeihen unterstützen kann. Deshalb haben wir alles, was Du vor dem Kauf über Pflanzensubstrat wissen musst und worauf Du dabei achten solltest hier für Dich zusammengefasst.

Für welche Pflanzen ist Blumenerde geeignet?

Generell eignet sich Blumenerde für Pflanzen jeder Art – kann also überall problemlos zum Pflanzen, Umtopfen, Umpflanzen und so weiter verwendet werden. Je nachdem wo Du sie jedoch einsetzt, hat Blumenerde unterschiedliche Vorteile für verschiedene Pflanzen.

Topfpflanzen

Besonders für  Topf- und Kübelpflanzen ist Blumenerde besonders gut geeignet – dabei ist es egal, ob Du sie im Außenbereich für Balkonpflanzen oder Garten, oder drinnen für Deine Zimmerpflanzen einsetzt. Von Pflanzen im Topf wird gewöhnlich viel und gutes Wachstum bei wenig Platz erwartet, weswegen Blumenerde mit vielen wachstumsfördernde und pflegenden Nährstoffen und Wasser-speichernden Elementen versetzt ist. Damit unterstützt und “boostet” das Substrat Deine Pflanzen und sie können trotz wenig Raum in den Töpfen optimal gedeihen.

Topfpflanzen in Blumenerde umtopfen

Blumenerde eignet sich hervorragend für das Einpflanzen und Umtopfen von Topfpflanzen für drinnen und draußen.

Gartenpflanzen

Auch Pflanzen und Beete im Garten kann Blumenerde sehr gut unterstützen und den Boden ergänzen. Im Garten wirkt die spezielle Zusammensetzung von Blumenerde genauso gut wie im Topf, und kann Deinen Gartenpflanzen sehr gut aushelfen und ihr Wachstum durch gute Nährstoff- und Wasserzufuhr fördern.

Welche Arten von Blumenerde gibt es?

Blumenerde besteht aus einer Mischung von vielen verschiedenen Bestandteilen und Inhaltsstoffen – dabei ergeben verschiedene Mischungen andere Zusammensetzungen, die für diverse Pflanzentypen für besseres Wachstum sorgen kann. Deshalb gibt es eine Vielfalt von Spezialerden, die auf die Bedürfnisse bestimmter Pflanzenarten abgestimmt sind und diese optimal mit genau dem versorgen, was sie brauchen.

Für einen besseren Überblick haben wir hier einige Spezialerden und ihre wichtigsten Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten kurz für Dich zusammengefasst.

Universalerde

Bis auf einige Ausnahmen kann man mit Universalblumenerde nichts falsch machen – sie ist absoluter Allrounder und perfekt ausgestattet, um viele verschiedene Arten von Pflanzen den besten Boden für ihr Wachstum zu geben und sie optimal mit Nährstoffen und Wasser zu versorgen. Wenn Du Pflanzen, die keine speziellen Anforderungen an ihren Boden haben, mit Erde versorgen möchtest, bist Du mit Universalerde immer gut bedient.

Rhododendronerde

Rhododendron Erde, oder auch Moorbeeterde ist die perfekte Wachstums-Grundlage für Moorbeetpflanzen wie Azaleen, Hortensien, Kamelien oder Rhododendron. Diese benötigen nämlich einen sauren Boden, also Inhaltsstoffe die der Erde einen niedrigeren pH-Wert geben, und in Universal- und anderen Blumenerden nicht enthalten sind.

Orchideenerde

Orchideen wachsen nur unter sehr bestimmten Bodenbedingungen, weswegen es sich beim Pflanzen oder Umtopfen von Orchideen immer lohnt, sich das spezielle Orchideensubstrat anzulegen. Orchideenerde besteht in der Regel aus einer Mischung aus Rindenbröseln, Holzkohle und Pflanzenfasern und gibt den Blumen damit die ideale Basis zum Gedeihen.

Rosenerde

Rosenerde unterscheidet sich nicht großartig von Universal-Blumenerde, bietet aber einen für Rosen perfekt zugeschnittenen pH-Wert und Nährstoffgehalt, der bei normaler Blumenerde eventuell angepasst werden müsste. Wenn Du Deine Rosen beim Wachsen also ein bisschen besser unterstützen möchtest, lohnt sich die spezielle Rosenerde für Dich auf jeden Fall.

Pflanzenerde

Pflanzenerde unterscheidet sich ebenfalls nicht allzu sehr von herkömmlicher Blumenerde – ist aber meistens gröber und enthält weniger Nährstoffe und organischen Dünger. Sie wird eher für das Pflanzen von Stauden und Gehölzen verwendet, da sie durch ihre Beschaffenheit dafür am besten geeignet ist.

Hochbeeterde

Hochbeeterde ist besonders geeignet für Hochbeete mit wenig Platz und weniger Pflanzenvielfalt – wie für zum Beispiel die meisten Balkonhochbeete. Sie fördert die Wasseraufnahme und das Wurzelwachstum für Pflanzen im Hochbeet, und erleichtert das Befüllen, da sie speziell für kleine Hochbeete zusammengemischt ist und nicht mühsam selbst aus verschiedenen Erdtypen gemischt und geschichtet werden muss.

Hände greifen in Blumenerde

Verschiedene Spezialarten von Blumenerde können richtig verwendet das Beste aus den Pflanzen rausholen.

Aussaat- /Kräutererde

Aussaaterde die auch als Kräuter- oder Anzuchterde bezeichnet wird, ist eine nährstoffarme Spezialerde, die wie der Name schon sagt besonders zum Anzüchten von Pflanzen und Kräutern geeignet ist. Sie ist nährstoffarm, keimfrei, enthält wenige Minerale, ist aber durchlässig für Wasser und Luft, und unterstützt Jungpflanzen damit perfekt, da diese mit den Inhaltsstoffen von normaler Blumenerde noch überfordert sind.

Kakteenerde

Kakteen und Sukkulenten haben einen besonderen Anspruch an ihre Erde – sie benötigen eine natürliche Drainage, und viele Bestandteile, die die Erde gut durchlüften und Wasser speichern können. Kakteen und Sukkulenten die es im Handel zu kaufen gibt, werden häufig in normaler Blumenerde getopft. Bei solchen lohnt es sich, sie in die geeignetere Kakteenerde umzutopfen.

Die wichtigsten Kaufkriterien

Hochwertiges Pflanzensubstrat zeichnet sich durch einige Eigenschaften aus, die es haben muss um die Pflanzen, die es beim Wachsen unterstützen soll so gut wie möglich zu verpflegen. Damit du gute Blumenerde auf den ersten Blick erkennst, haben wir einige der wichtigsten Kaufkriterien für dich zusammengefasst und erklärt.

Inhaltsstoffe

Der Mix macht’s aus! Blumenerde ist eine Mischung aus verschiedenen Inhaltsstoffen, die sich gegenseitig ergänzen, um Pflanzen eine ideale Basis zu geben. Die wichtigsten Stoffe die in den meisten Blumenerden enthalten sind Torf, Humus, und verschiedene Mineralien.

Handschaufel mit Blumenerde

Die verschiedenen Inhaltsstoffe von Blumenerde arbeiten zusammen, um den Pflanzen einen guten Boden zu geben.

  • Torf: Torf ist ein organischer Bodensatz, der in Mooren entsteht. Er bietet einen guten Boden für Pflanzen, gibt der Erde Struktur und Stabilität und kann sehr gut Wasser aufnehmen.
  • Humus: Humus sind abgestorbene organische Substanzen im Boden, die Nährstoffe speichern und der Pflanze Luft geben.
  • Kalk: Der Kalkgehalt reguliert den pH-Wert der Blumenerde und gibt ihr eine feinere Konsistenz und Stabilität.
  • Mineralien: Mineralien die in Blumenerden enthalten sind, sind zum Beispiel Sand, Ton oder Schluff. Sie geben der Erde Struktur und je nach Mischung des Substrates, machen sie es schwerer oder leichter, und gröber oder feiner.

Wasseraufnahme- und Speicherung

Gute Blumenerde muss Wasser und Feuchtigkeit gut aufnehmen und speichern können. Die Feuchtigkeit soll sich in der Erde gleichmäßig verteilen und dort falls nötig wieder abgegeben werden können. Außerdem sollte die Blumenerde nicht verhärten, falls sie mal zu trocken wird und Wasser wieder gut aufnehmen können, wenn Du sie in einem trockenen Zustand wieder gießt.

Bio-Qualität

Bei Substraten bedeutet Bio-Qualität meistens, dass die Erde torfreduziert, oder in einigen Fällen auch torffrei ist und sie mit ausschließlich organischen Düngern versetzt ist. Außerdem haben Bio-Blumenerden häufig einen niedrigeren Anteil an Ballaststoffen, um Trockenstress in der Erde möglichst gut zu verhindern.

Torf

Torf ist Bestandteil von vielen Pflanzensubstraten, weil er die anderen Inhaltsstoffe von Blumenerde gut ergänzt, und die Erde sowohl als auch die Pflanze unterstützt. Allerdings ist die Verwendung von Torf in Blumenerden nicht besonders nachhaltig und kann der Umwelt schaden, da zu seiner Gewinnung Moore trockengelegt und damit langfristig zerstört werden. Außerdem kann der Torfabbau auch dem Klima schaden, denn als Speicher von Treibhausgas wird bei seinem Abbau das wieder CO2 freigesetzt.

Deshalb versuchen viele Substrathersteller (und dessen Käufer) auf Torf zu verzichten und ihn durch andere Stoffe zu ersetzen. Um der Umwelt etwas Gutes zu tun, kannst Du problemlos auf torffreie Erde umsteigen. Torffreie Erden sind biologisch aktiver und speichern weniger Wasser – müssen deshalb nur etwas öfter gegossen werden. Sie sind auch um einiges nachhaltiger als Erden, die nur einen reduzierten Torfgehalt haben, weil diese häufig immer noch einen sehr hohen Torfanteil aufweisen.

Vorteile von Torf in BlumenerdeNachteile von Torf in Blumenerde
Gibt der Erde eine gute StrukturZu seiner Gewinnung werden Moore zerstört
Optimaler Wasser- und NährstoffspeicherTorfabbau setzt Treibhausgase frei
Oft günstiger als torffreie ErdalternativenTorfabbau gefährdet Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten in Mooren

Welche Marken stellen qualitative Blumenerde her?

Von Händler-Eigenmarke bis zu Premium Substrat-Produzenten – Hersteller von Blumenerden gibt es in Mengen. Genauso breit gefächert können die Unterschiede in der Qualität der Erden werden. Zu den Herstellern die sich besonders durch ihre gute Qualität hervorheben und am meisten überzeugen gehören zum Beispiel Erden vom Garten-Fachhändler Dehner, die Bio-Marke Plantura, oder auch die Marke Compo.

Plantura

Unter dem Motto „Nachhaltiges Gärtnern für alle“ stellt die Bio-Marke Plantura neben einer breiten Auswahl von verschiedenen Erden auch andere Gärtner-Produkte, wie Saatgut oder Dünger her. Dabei legt die Marke viel Wert sowohl auf umweltfreundliche und nachhaltige Produktion und Nutzung, als auch auf hohe Qualität ihrer Produkte.

Compo

Die Marke Compo besteht schon seit 1956 und hat auch genauso lange Kunden, die ihren Qualitätsprodukten treu bleiben. Compo spezialisiert sich auf verschiedene Produkte rund um das Thema Garten und Pflanzen, und ist dabei besonders bekannt für ihre Auswahl an hochwertigen Blumenerden.

Dehner

Dehner ist eine Gartenfachhandel-Kette, die sich aus einem kleinen Familienunternehmen entwickelt hat. Im Jahr 2017 wurde Dehner sogar als Händler des Jahres im Bereich Garten ausgezeichnet. Durch ihren Anspruch an Qualität und Vielfalt können verschiedene Produkte ihrer Eigenmarke sehr gut überzeugen, und definitiv mit spezialisierten Marken mithalten.

Wo kann man Blumenerde kaufen?

Blumenerde ist in jedem Baumarkt oder Gartenfachgeschäft erhältlich. Einige Floristen und Blumengeschäfte bieten oft ebenfalls Blumenerde an, häufig aber auch nur in kleineren Mengen. Im Frühjahr gibt es Pflanzensubstrat auch oft bei verschiedenen Supermärkten als Sonderangebot zu kaufen.

Online kannst Du Blumenerde ebenfalls bestellen und Dir direkt nach Hause liefern lassen – das geht bei den Online-Shops von Baumärkten und Gartencentern, sowie auch bei diversen Online-Händlern wie Amazon.

Wie viel kostet Blumenerde?

Je nach Qualität und natürlich Menge, die bei Erden in Liter angegeben wird, sind die Preise für Pflanzensubstrat unterschiedlich. Durchschnittlich liegen die Preise für gute Blumenerde von einem Qualitätshersteller bei ungefähr 0,40-0,60 Euro pro Liter. Für beispielsweise einen 10 Liter Sack Qualitäts-Blumenerde kann man mit einem Preis ab ungefähr 6 Euro rechnen.

Welche Alternativen gibt es zu Blumenerde?

Auch als universeller Alleskönner ist Blumenerde nicht immer die richtige Wahl für jeden Gärtner. Wer lieber zu einer Alternative greifen möchte, kann es auch sehr gut mit Kokoserde oder Pflanzengranulat versuchen.

Pflanzengranulat

Granulat besteht aus verschiedenen mineralischen Stoffen wie Ton oder Bims und ist besonders gut als Alternative zu herkömmlicher Blumenerde für Topfpflanzen geeignet. Pflanzengranulat ist ein idealer Wasserspeicher für Topfpflanzen, da es Wasser gut aufnehmen und über lange Zeiträume auch wieder an die Pflanzen abgeben kann – eine Pflanze in Granulat muss also weniger häufig gegossen werden und um Staunässe oder Schimmel musst Du Dir auch weniger Sorgen machen.

Wissenswert: Pflanzengranulat und Blumenerde arbeiten sehr gut zusammen! Pflanzengranulat eignet sich hervorragend zum anlegen von Topfdrainagen, und lässt sich außerdem gut mit normalem Pflanzensubstrat mischen, um es zu ergänzen.

Kokoserde

Kokoserde ist ebenfalls eine gute Alternative zu Blumenerde für Topfpflanzen. Sie wird anders als herkömmliches Substrat nicht aus verschiedenen Stoffen hergestellt, sonders ist eine komplett organische Erde, die aus Kokosfasern von Kokospalmen und Kokosnussschalen besteht, die getrocknet und zusammengepresst werden. Da sie keine Nährstoffe mit enthält, eignet sich Kokoserde sehr gut zur Anzucht von Jungpflanzen, muss aber für andere Pflanzen mit zusätzlichem Nährstoff enthaltenden Düngern angereichert werden.

Blumenerde Test-Übersicht: Welche Blumenerden sind die Besten?

Wie schneiden verschiedene Blumenerden in der Praxis ab? Einige der großen Verbrauchermagazine können mithilfe ihrer ausführlichen Produkttests die Kaufentscheidung um einiges erleichtern. Deswegen haben wir im Folgenden einige Blumenerde Tests von Verbrauchermagazinen wie Stiftung Warentest oder Öko Test für Dich zusammengefasst.

TestmagazinBlumenerde Test vorhanden?Veröffentlichungs-JahrKostenloser ZugangMehr erfahren
Stiftung WarentestUniversal-Blumenerde Test vorhanden2014JaHier klicken
Öko TestTests zu leichter Blumenerde und torffreier Erde vorhanden2012/2016NeinHier klicken
Konsument.atBlumenerde Test vorhanden2020NeinHier klicken
Ktipp.chLeider keine aktuellen Tests gefunden------

Blumenerde im Test – Stiftung Warentest

Die StiftungStiftung Warentest hat im Jahr 2014 in Kooperation mit dem österreichischen Verbrauchermagazin Konsument.at in einem breitgefächerten Test neunzehn verschiedene Universal Blumenerden getestet. Davon enthielten vierzehn Torf, während die restlichen fünf komplett torffrei waren. Unter den getesteten Blumenerden waren unter anderem Universalerden der Marken Compo und Neudorff, Eigenmarken von Bauchmärkten und Fachgeschäften wie Obi oder Dehner, oder auch der Supermarktkette Rewe.

Die Erden wurden eingehend auf ihre Qualität geprüft, dabei wurde besonders Wert auf ihre Zusammensetzung, Struktur und Wachstumsförderung gelegt. Auch die Unkraut-Freiheit und die tatsächliche Füllmenge der Erden wurden getestet. Der Torfgehalt der Erden wurde ebenfalls in Betracht gezogen.

Am besten haben bei diesem Test die Qualitäts-Blumenerde von Compo SANA, Kölle’s Beste Pflanz-Erde von Pflanzen-Kölle und die Blumenerde von ASB Grünland abgeschnitten – alle drei Erden haben eine Note von gut oder sehr gut erhalten.

Wenn Du mehr dazu erfahren möchtest, findest Du kompletten Test und Bericht hier.

Öko Test: Leichte und Torffreie Blumenerden im Test

Öko Test hat in gleich zwei unterschiedlichen Tests verschiedene Blumenerden getestet.

Beachte: Da beide Tests vom Verbrauchermagazin Öko Test kostenpflichtig sind, dürfen wir hier nicht über die Testergebnisse berichten. Was und wie getestet wurde haben wir aber kurz zusammengefasst.

Im Jahr 2016 hat Öko Test verschiedene leichte Blumenerden unter die Lupe genommen. Davon waren sechs Erden torfhaltige Blumenerden, und drei gepresste Kokoserden. Es wurden unter anderem Erden der Hersteller Neudorff, Compo oder auch Ikea getestet. Dabei wurden sie auf ihre tatsächliche Gewichtsreduktion überprüft, und auf ihren Nährstoffgehalt getestet. Auch die Inhaltsstoffe der Erden wurden auf Zusammensetzung und Schadstoffe hin untersucht.

Mehr zu diesem leichten Blumenerde-Test kannst Du kostenpflichtig auf der Seite von Öko Test freischalten.

In 2012 wurden zehn verschiedene torffreie Blumenerden von Öko Test getestet. Unter den getesteten Erden waren hier unter anderem Blumenerden der Marken Frux, Floragard oder auch Florasan. Die Erden wurden gründlich auf ihre Inhaltsstoffe und potenziell schädliche Inhalte untersucht, und ihre tatsächliche Torffreiheit wurde kontrolliert. Auch die Transparenz der Hersteller bezüglich der Inhaltsstoffe wurde geprüft.

Mehr zu diesem Test kannst Du Dir kostenpflichtig hier ansehen.

Blumenerde Test von Konsument

Den zum jetzigen Zeitpunkt aktuellsten Test hat das Verbrauchermagazin Konsument im Jahr 2020 durchgeführt. Hier wurden sechzehn verschiedene Universalblumenerden getestet.

Beachte: Da der Zugang zum Testbericht vom Verbrauchermagazin Konsument kostenpflichtig ist, dürfen wir hier nicht über die Testergebnisse berichten. Was und wie getestet wurde haben wir aber kurz zusammengefasst.
Unter den Blumenerden, die von Konsument getestet wurden, waren unter anderem welche der Marken FloraSelf und Seramis oder auch Erden des Fachhändlers Dehner.

Die Produkte wurden eingehend auf die enthaltenen Inhalts- und Nährstoffe geprüft. Dabei wurde besonders Wert auf pH-Wert, Salzgehalt und Düngung gelegt. Auch auf schädliche Inhalte und Fremdstoffe wurden sie geprüft. Außerdem mit in die Bewertung des Magazins ist eingeflossen, wo der Preis der Erde pro 10 Liter lag, und ob die Füllmenge tatsächlich wie angegeben war.

Mehr zum Blumenerde Test von Konsument findest Du kostenpflichtig hier.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Blumenerde

Beim Sorgen für verschiedene Pflanzen und im Umgang mit Substraten können schnell ein paar Fragen aufkommen – um Dir da ein wenig weiterzuhelfen, haben wir hier schon einmal einige häufig aufkommende Fragen zum Thema Blumenerde beantwortet.

Wie lagere ich Blumenerde?

Blumenerde sollte am besten im Sack gut verschlossen an trockenen, dunklen Orten und möglichst kühl aufbewahrt werden,  zum Beispiel im Keller. Lange solltest Du die Erde aber nicht unbedingt lagern, da sich die in ihr enthaltene Nährstoffe mit der Zeit zersetzen. Unbenutzte Blumenerde, die eventuell übrig bleibt, kann so gelagert einige Monate später nochmal verwendet werden, aber im Allgemeinen gilt: besorge Dir am besten nur so viel Erde, wie Du sie gerade benötigst, und vermeide es, Substrate über längere Zeiträume zu lagern.

Woraus besteht Blumenerde?

Blumenerde basiert zu großen Teilen auf Kompost, der meistens von Biotonnen-Abfällen gewonnen wird. Dieser wird dann mit verschiedenen mineralischen und organischen Stoffen gemischt, um eine ausgeglichene Blumenerde herzustellen.

Organische Bestandteile in Blumenerde sind Reste von Pflanzen und Tieren und Humus, die Wasser und Nährstoffe speichern und weitere Nährstoffe liefern können, wenn das organische Material mit der Zeit weiter zersetzt wird. Solche organischen Bestandteile sind zum Beispiel Torf oder Humus.

Mineralische Bestandteile in Blumenerde wie zum Beispiel Ton oder Lehm geben der Erde Mineralien. Sie Sorgen für Stabilität und Struktur der Erde, und haben viel Oberfläche, durch die sie Nährstoffe, Mineralien und Wasser an sich binden und so die Erde gleichmäßig damit versorgen können.

Was tun, wenn meine Blumenerde schimmelt?

Schimmel in Blumenerde kann manchmal bei Pflanzen entstehen – besonders bei Topfpflanzen im Zimmer wird sie häufig zum Problem. Schimmelnde Erde lässt sich aber, sobald sie entdeckt wird, ganz leicht entfernen.

Falls eine Deine Pflanzen von Schimmel befallen ist, erkennst Du das daran, dass sich dort an der obersten Schicht der Erde weiße Rückstände bilden. Nimm die Pflanze aus der Erde, beziehungsweise aus dem Topf und entferne den Schimmel an der Pflanze und entsorge danach die restliche Erde – am besten komplett. Spüle anschließend die Pflanze und Wurzeln gründlich mit Wasser ab. Den Topf der Pflanze solltest Du ebenfalls gut ausspülen. Anschließend kannst Du die Pflanze mit frischer Blumenerde wieder eintopfen.

Wie kann ich Schimmel und Pilze in meiner Blumenerde vermeiden?

Blumenerde, die schimmelt, kann lästig und schädlich für Pflanzen werden – lässt sich aber einfach vermeiden, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet.

  • Kontrolliere vor dem Gießen wie feucht die Erde ist. Zu häufiges Gießen und zu viel Feuchtigkeit in der Erde kann Schimmelbildung fördern. Wenn die Erde an Deiner Pflanze noch sehr feucht ist, wenn Du sie wieder gießen willst, braucht sie gerade noch kein Wasser.
  • Gieße im Winter weniger! In den kalten Monaten braucht Deine Pflanze nicht so viel Wasser wie in der warmen Sommersaison.
  • Achte auf den Torfgehalt der Blumenerde. Bei einem hohen Torfanteil in der Erde kann es schneller zu Schimmel kommen.
  • Benutze einen Topf mit Drainage. Wenn Deine Pflanze Wasser und Feuchtigkeit abgeben kann, die sie nicht braucht, kommt es weniger schnell zu Schimmel.
  • Wenn möglich, benutze Tontöpfe! Tontöpfe sind sozusagen “atmungsaktiv” und können überschüssige Feuchtigkeit nach Außen abgeben.

Wie oft muss ich Blumenerde wechseln?

Bei Topfpflanzen im Zimmer oder auf dem Balkon reicht es, Deine Pflanzen alle zwei bis drei Jahre umzutopfen und die Blumenerde einmal komplett zu wechseln. Da sich das organische Material in Pflanzensubstraten im Laufe der Zeit  immer weiter zersetzt und seine Nährstoff- und Wasserspeichernden Eigenschaften nach und nach verliert, sollte im Garten regelmäßig ein wenig frische Blumenerde hinzugefügt werden.

Wie und wann dünge ich Blumenerde?

In den meisten Fällen enthält gekaufte Blumenerde einen beigemischten Langzeitdünger, mit dem Deine Pflanzen noch für einige Wochen gut versorgt sind. Direkt nach dem Einpflanzen oder Umtopfen braucht die Erde also erstmal keinen zusätzlichen Dünger. Danach kommen Pflanzen je nach Dünger bis zu zwei Monate damit aus.

Organische Dünger wie zum Beispiel Hornspäne sind dabei eher für den Garten geeignet und wirken nicht schnell, aber dafür langfristig über mehrere Monate. Mineralische Dünger wie die meisten im Handel erhältlichen Flüssigdünger wirken schnell aber oft nur kurz – da solltest Du alle paar Wochen düngen.

Wenn Du Interesse daran hast, was Dünger genau ist und wie er wirkt, wird Dir das in diesem Video nochmal ausführlicher erklärt.

Wusstest Du, dass Du Alltagsdinge wie Bananenschalen oder getrockneter Kaffeesatz, die Du sonst wegwirfst ganz einfach zu einem zusätzlichen Dünger machen kannst? Sie enthalten viele für Pflanzen hilfreiche Nährstoffe und können herkömmliche Dünger sehr gut ergänzen. Wie das funktioniert, erfährst Du hier.

Kann ich Blumenerde wiederverwenden?

Allgemein ist frische Blumenerde immer die beste Wahl für deine Pflanzen. Die in der Blumenerde enthaltenen organischen Nährstoffe sind in schon verwendeter Erde irgendwann aufgebraucht, und reichen nicht mehr, um deine Pflanzen ausreichend damit zu versorgen.

Schon benutzte Erde lässt sich aber, sofern sie nicht mit Schimmel oder Pilzen befallen war, mit etwas Geduld, Zuwendung und den richtigen Materialien wieder aufwerten und neu vermischen. Eine ausführliche Erklärung und Anleitung dazu findest Du in diesem Video.

Weiterführende Quellen

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